|
Jedes Kind braucht ein Zuhause
~Dritter Teil~ |
|
|
Kapitel 23
Mutterglück

Als Dana Sanders erfuhr, dass Miriam schon entbunden hatte, unterbrach sie die Dreharbeiten auf den Twikkii-Inseln für ein paar Tage und nahm den ersten Flieger nach Irgendwo. „Na Mum, freust du dich jetzt doch über deine Enkeltochter?“ fragte Miriam, als Dana die kleine Marie auf dem Arm hin und her wiegte. „Die ist aber auch hübsch, und so freundlich.“ Miriam war sprachlos, war das wirklich ihre Mutter, die das gerade gesagt hatte?

„Aber nenn mich jetzt bitte nicht Oma, dass hört sich soo alt an, und alt bin ich ja nun wirklich noch nicht.“ Fuhr Dana fort, als sie Marie ins Bettchen legte. Ja, so war sie, unverkennbar - Miriam’s Mutter.

„Sag mal Schätzchen, willst du nicht dein Schauspielstudium fortsetzen?“ Fiel ihr beim Essen ein. „Ich finanziere dir auch eine Nanny.“ „Nein Mum, fang nicht schon wieder damit an. Es ist schlimm genug, dass Marie ohne Vater aufwachsen muss.“ Miriam war erbost. „Ich mache nicht den gleichen Fehler wie du. Wenn Marie groß genug ist, suche ich mir einen Halbtagsjob.“

Dana war wieder abgereist um ihre Dreharbeiten fortzusetzen. Miriam war also wieder alleine mit sich und ihrem Baby. Sie genoss jede Minute mit ihrem kleinen Sonnenschein, und das war Marie wirklich, ein richtiger Sonnenschein.

Wenn das Baby schlief, nutzte Miriam die Zeit um etwas über Kindererziehung zu lernen. Schließlich war sie noch so jung und hatte keinerlei Erfahrung mit Babies. Und ihre Mutter konnte und wollte sie auch nicht fragen.
Zwei Monate später:
Der Sommer neigte sich dem Ende zu, doch wenn das Wetter es zuließ, ging Miriam gerne mit Marie spazieren. Durch den nahe gelegenen Park, wo sich die Blätter an den Bäumen schon verfärbten oder die Strandpromenade entlang. Stolz schob sie den Kinderwagen durch Irgendwo.

Auf der Strandpromenade setzte sie sich gerne auf eine Bank, um die letzten Sonnenstrahlen des Spätsommers zu genießen. Miriam liebte es, einfach hier zu sitzen und dem Rauschen der Meereswellen zuzuhören. Dabei konnte sie sich wunderbar entspannen und alle Alltagssorgen vergessen. Jedesmal, wenn ihr Blick in den Kinderwagen fiel, wurde sie mit einem freundlichen Lächeln von Marie belohnt.

Viele junge Sims aus Irgendwo, verbrachten ihre Freizeit am Strand, um im Meer schwimmen zu gehen, in der Sonne zu liegen oder kleine Kunstwerke aus Sand zu bauen. Schnell hatte Miriam sich mit einigen von ihnen angefreundet.

Für Marie hatte sie immer ein Fläschchen dabei, so musste sie nicht jedesmal nach Hause, um das Baby zu füttern. Außerdem schlief die Kleine bei so viel frischer Luft besonders gut.

„Das Leben ist so schön, seit du da bist“ sagte Miriam zu ihr. „Du machst mich so glücklich und stolz, was will ich mehr? Gut dass ich dich habe, um nichts in der Welt gebe ich dich wieder her.“ Dann legte sie Marie auf eine Decke und wechselte ihr die Windel.

Mit sich und ihrem Leben zufrieden, trat Miriam am späten Nachmittag den Heimweg an, der sie durch den Stadtpark führte.

Dabei bemerkte sie nicht, dass ihr jemand folgte.
Kapitel 24
| |